Entrümpelung: Kosten, Ablauf & günstig selbst entrümpeln

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Autor: Sven Wähnke | Datenstand: 21. September 2026 | Lesezeit: 12 Minuten

Eine Entrümpelung durch eine Firma kostet meist 150–400 € pro Zimmer oder 15–50 € pro m²; für eine komplette Wohnung kommen schnell 1.000–3.000 € zusammen. Wer selbst entrümpelt und einen Container mietet, zahlt ab 279 € (3 m³) – als Festpreis inklusive Anlieferung, Abholung und Entsorgung, mit 21 Tagen Stellzeit. Ob Keller leerräumen, Dachboden ausmisten oder Haushaltsauflösung: Dieser Artikel zeigt die Kosten nach Objekt, was in den Container darf und wer die Kosten übernimmt.

Was kostet eine Entrümpelung im Durchschnitt?

Das hängt entscheidend davon ab, wer die Arbeit macht.

Entrümpelung durch eine Firma: Professionelle Entrümpelungsunternehmen berechnen in der Regel nach Stunden (40–80 € pro Stunde pro Person), nach Fahrzeugladungen oder pauschal nach Fläche. Als grobe Orientierung rechnen Anbieter oft mit 150–400 € pro Zimmer oder 15–50 € pro m² – jeweils abhängig von Befüllungsgrad, Etage, Aufwand und Region. Für eine vollständige Wohnungsauflösung können schnell 1.000–3.000 € zusammenkommen. Ein Hinweis am Rande: Entrümpelungskosten für die eigene Wohnung lassen sich unter Umständen als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzen – bei einer Haushaltsauflösung im Erbfall gilt das anders und gehört in die Nachlassverbindlichkeiten.

Selbst entrümpeln mit Container: Wer Freunde und Familie einspannt und einen Container mietet, zahlt deutlich weniger. Ein Sperrmüllcontainer bei CURANTO kostet ab 279 € inklusive Anlieferung, Abholung und Entsorgung, mit 21 Tagen Stellzeit. Der Rest ist Eigenleistung.

Fazit: Selbst entrümpeln mit Container ist in fast allen Fällen die günstigste Option. Der Unterschied zur Firma kann mehrere hundert bis tausend Euro betragen.

Was kostet eine Entrümpelung nach Objekt und Menge?

Als Richtwert für eine Entrümpelung durch eine Firma gelten diese Spannen – je nachdem, wie viel Sperrmüll anfällt:

ObjektWenig SperrmüllMittleres Sperrmüll-AufkommenViel SperrmüllMessie-Objekt
Keller (15 m²)ca. 250–350 €ca. 600–800 €ca. 1.000–1.200 €ca. 1.200–1.700 €
Dachboden, 5. Etage (25 m²)ca. 400–500 €ca. 800–1.100 €ca. 1.600–1.900 €ca. 2.500–3.000 €
Wohnung 2 Zimmer (40 m²)ca. 500–800 €ca. 1.000–1.200 €ca. 2.200–2.700 €ab 4.000 €
Wohnung 3–4 Zimmer (100 m²)ca. 1.500–1.800 €ca. 2.700–3.300 €ca. 4.500–5.300 €ab 7.000 €
Haus 6 Zimmer (200 m²)ca. 2.500–3.000 €ca. 3.500–4.000 €ca. 6.000–6.500 €ca. 8.000–12.000 €

Ein Haus mit 6 Zimmern kostet damit bei wenig Sperrmüll ca. 2.500–3.000 €, bei viel Sperrmüll ca. 6.000–6.500 €. Die Messie-Spalte ist ein Sonderfall, den der Abschnitt Messie-Entrümpelung erklärt.

Was kostet eine Entrümpelung pro m²?

Als Faustformel gelten 15–50 € pro m². Daraus ergeben sich für gängige Wohnungsgrößen diese Richtwerte:

FlächeKosten Entrümpelungsfirma (Richtwert)
bis 50 m²750–2.500 €
bis 70 m²1.050–3.500 €
bis 80 m²1.200–4.000 €
bis 100 m²1.500–5.000 €

Die Containerkosten steigen mit dem Volumen – nicht proportional zur Fläche, sondern abhängig davon, wie voll die Räume sind. Eine leere 100-m²-Wohnung benötigt weniger Containervolumen als ein vollgestellter 50-m²-Keller.

Was kostet eine Entrümpelung pro Stunde?

Professionelle Entrümpelungsfirmen kalkulieren Personalkosten meist mit 40 bis 80 € pro Stunde und Person. Bei einem zweiköpfigen Team und einem halben Tag Arbeit kommen so schnell 200 bis 400 € allein an Arbeitszeit zusammen – Container, Transport und Entsorgung kommen dazu. Der Stundensatz ist deshalb selten die ganze Wahrheit: Aussagekräftiger ist ein Festpreisangebot nach Besichtigung, das Arbeitszeit, Transport und Entsorgung zusammenfasst.

Wie berechnet man eine Entrümpelung?

Professionelle Firmen kalkulieren nach folgenden Faktoren:

  • Fläche in m² – als Basisgröße für den Aufwand
  • Füllgrad – normale Einrichtung vs. stark gefüllte Räume
  • Etage und Zugänglichkeit – Erdgeschoss mit Aufzug ist günstiger als 4. OG ohne
  • Sondermüll-Anteil – Elektrogeräte, Chemikalien oder Farben erhöhen den Aufwand
  • Verwertbare Gegenstände – manche Firmen rechnen den Erlös aus Wertgegenständen gegen die Rechnung an („Wertanrechnung“)

Was darf eine Entrümpelung kosten – und wann ist es zu viel?

Für eine professionelle Entrümpelung einer kompletten Wohnung gilt: Angebote unter 300 € sind unrealistisch und eher ein Warnsignal für versteckte Nachforderungen. Seriöse Anbieter legen nach einer Besichtigung einen schriftlichen Kostenvoranschlag vor. Wer die Kontrolle über das Budget behalten will, hat mit der Selbst-Entrümpelung plus Container die direkteste Option: Der Containerpreis ist ein Festpreis inklusive Transport und Entsorgung – keine Nachforderungen.

Was kostet ein Container zum Entrümpeln?

Ein Sperrmüllcontainer kostet bei CURANTO ab 279 € (3 m³) – als Festpreis inklusive Anlieferung, Abholung, Entsorgung und 21 Tagen Stellzeit. Eine Gewichtsgrenze gibt es nicht. Diese Größen passen typischerweise zu diesen Objekten:

GrößeTypischer EinsatzAb-Preis
3 m³1 Zimmer, Kellerab 279 €
5 m³2–3 Zimmerab 399 €
7 m³3–4 Zimmer, Wohnungsauflösungab 549 €
10 m³komplette Wohnungsauflösungab 749 €
14 m³große Wohnung, Haushaltsauflösung mit viel Mobiliarab 999 €
20 m³Haus, Gewerbe, große Projekteab 1.299 €

Den Festpreis für Ihre Postleitzahl zeigt der Sperrmüllcontainer-Konfigurator direkt an. Alle Größen bis 40 m³ und die Maße stehen in Sperrmüllcontainer Kosten: Preise & Größen im Überblick und Containergrößen im Überblick.

Entrümpelung oder Haushaltsauflösung – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden oft synonym benutzt, meinen aber Unterschiedliches, und das wirkt sich direkt auf Aufwand und Kosten aus.

Entrümpelung räumt gezielt einzelne Bereiche – Keller, Dachboden, Garage, ein einzelnes Zimmer. Die Wohnung oder das Haus bleibt danach weiter bewohnt oder genutzt. Der Fokus liegt auf Platz schaffen, nicht auf einem endgültigen Abschluss.

Haushaltsauflösung (auch Wohnungsauflösung) räumt einen kompletten Haushalt vollständig – meist, weil der Wohnungsinhaber danach keinen eigenen Haushalt mehr führt: bei Umzug ins Pflegeheim, nach einem Todesfall oder bei Zwangsräumung. Typischerweise sind hier noch verwertbare Gegenstände im Spiel (Möbel, Antiquitäten, Elektrogeräte), deren Verkaufserlös vom Gesamtpreis abgezogen werden kann.

Praktisch heißt das: Eine Entrümpelung kann Teil einer Haushaltsauflösung sein, aber eine Haushaltsauflösung ist nie nur eine Entrümpelung – sie ist der vollständige Abschluss eines Haushalts. Auch preislich unterscheiden sich beide: Professionelle Haushaltsauflösungen werden häufig mit rund 500 bis 800 € pro Zimmer kalkuliert, spürbar mehr als die 150 bis 400 € pro Zimmer bei einer reinen Entrümpelung – unter anderem, weil Sichtung, Bewertung und Wertanrechnung einen zusätzlichen Planungsschritt bedeuten.

Was gehört alles zu einer Entrümpelung?

Eine vollständige Entrümpelung umfasst typischerweise vier Schritte: Sichtung der Räume, Trennung in „behalten/verkaufen“ und „entsorgen“, Abtransport und – bei beauftragten Firmen – die besenreine Übergabe der Räume. Bei der Selbst-Entrümpelung mit Container übernimmt man Sichtung und Sortierung selbst, der Container erledigt den Abtransport. Mitgenommen wird klassischer Sperrmüll aus dem Haushalt; was nicht in den Container darf, zeigt der nächste Abschnitt.

Was darf alles in einen Entrümpelungs-Container?

In einen Entrümpelungs-Container darf alles, was aus einem Haushalt stammt und zu groß für die Restmülltonne ist. Für Sperrmüll ist der Sperrmüllcontainer zuständig; die Regeln zur kommunalen Abholung stehen in Sperrmüll entsorgen: Was ist erlaubt und was nicht?.

Erlaubt

  • Möbel aller Art: Sofas, Schränke, Betten, Tische, Stühle
  • Matratzen und Lattenroste
  • Teppiche und Bodenbeläge
  • Küchenzeilen und -möbel (ohne Einbaugeräte)
  • Sanitärkeramik (WC, Waschbecken, Duschtassen)
  • Kleidung (nicht mehr tragbar oder nicht spendengeeignet)
  • Spielzeug, Kinderwagen, Fahrradanhänger
  • Koffer, Taschen, Körbe
  • Bücher, Zeitschriften, Papier (geringe Mengen)
  • Holzmöbel, Bilderrahmen, Deko
  • Gartengeräte aus Kunststoff und Holz
  • Glas wie Spiegel oder Fensterglas, maximal 10 % der Gesamtladung

Nicht erlaubt

  • Farben, Lacke, Lösungsmittel → Sondermüll
  • Batterien, Akkus → Rücknahme im Handel
  • Bauschutt, Fliesen, Beton → Bauschutt-Container
  • Elektrogeräte (Waschmaschine, Kühlschrank, TV, Mikrowelle) → gesonderte Rücknahme
  • Baumischabfall (Rigips, Dämmung, Renovierungsreste) → Baumischabfall-Container
  • Asbest → gesonderte Entsorgung
  • Gasflaschen, Reifen
  • Motoren und Autoteile
  • Brandgut und Verbranntes → Sondermüll
  • Verschimmelte Möbel → Sondermüll

Sanitärkeramik ja, Fliesen nein: WC, Waschbecken und Duschtassen zählen zum Sperrmüll. Fliesen, Estrich und Beton sind Bauschutt. Was mit Sondermüll zu tun ist, erklärt Sonderabfälle entsorgen: Was tun mit gefährlichen Abfällen?.

Wann brauche ich statt Sperrmüll einen Mischcontainer?

Bei einer Entrümpelung oder Haushaltsauflösung fällt nicht immer nur klassischer Sperrmüll an. Wer gleichzeitig renoviert, umbaut oder entkernt, braucht einen Baumischabfall-Container statt eines Sperrmüllcontainers – inklusive Anlieferung, Abholung, Entsorgung und 21 Tagen Stellzeit:

SituationRichtiger Container
Nur Möbel, Teppiche, Matratzen, HaushaltsgegenständeSperrmüll ab 279 €
Möbel und Renovierungsreste (Rigips, Holz, Folien, Tapeten)Baumischabfall (leicht) ab 309 €
Möbel und mineralische Baustoffe (Fliesen, Estrich, Beton)Baumischabfall (schwer) ab 389 €
Beides getrennt und in größerer Mengezwei kleine Container sinnvoll

Wer unsicher ist, welcher Container passt, gibt das Material im CURANTO-Abfallberater ein und bekommt direkt die passende Empfehlung. Sortenreiner Bauschutt gehört in den Bauschutt-Container.

Was kostet eine Entrümpelung im Keller?

Keller sind oft die aufwendigsten Bereiche – nicht wegen der Fläche, sondern wegen der Zugänglichkeit. Typischer Kellerinhalt: alte Werkzeuge, Fahrräder, Kisten, Einmachgläser, Altmöbel, Gartengeräte. Für eine professionelle Kellerentrümpelung rechnen Firmen häufig mit einem Aufschlag für eingeschränkte Zugänglichkeit (enge Treppe, kein Aufzug, schweres Material). Als Richtwert für einen Keller mit 15 m² gelten ca. 250–350 € bei wenig Sperrmüll und ca. 1.000–1.200 € bei viel Sperrmüll.

Selbst mit Container: Ein 3-m³-Container (ab 279 €) reicht für einen normalen Haushaltskeller gut aus. Wer mehr hat, wählt einen 5-m³-Container (ab 399 €) oder einen 7-m³-Container (ab 549 €). Den Preis sehen Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl im Konfigurator.

Wie läuft eine Entrümpelung ab?

Eine Entrümpelung mit eigenem Container läuft in vier Schritten: Container bestellen (die Lieferung erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden werktags, 21 Tage Stellzeit sind inklusive), vor dem Befüllen sortieren, den Container befüllen und die Abholung beauftragen, sobald er voll ist oder die Stellzeit abläuft. Die ausführliche Anleitung steht in Ein lästiges Übel – die Entrümpelung.

Wer übernimmt die Kosten für eine Entrümpelung?

In den meisten Fällen zahlen Sie als Auftraggeber selbst – bei einer normalen Wohnungsauflösung, einem Umzug oder wenn einfach zu viel zusammengekommen ist, gibt es keine automatische Kostenübernahme durch Dritte. Es gibt aber drei Situationen, in denen andere einspringen können:

Bei einem Erbfall tragen die Erben die Kosten, da sie mit der Erbschaft auch die Räumungspflicht übernehmen. Die Entrümpelung lässt sich dabei als Nachlassverbindlichkeit von der Erbschaftsteuer absetzen.

Wenn eine pflegebedürftige Person zu Hause wohnen bleiben möchte und die Wohnung dafür freigeräumt werden muss, kann die Pflegekasse einen Zuschuss zahlen – dazu unten mehr.

Reicht das Einkommen nicht aus, um eine notwendige Entrümpelung selbst zu bezahlen, kann unter bestimmten Voraussetzungen das Sozialamt einspringen. Das betrifft vor allem Fälle, in denen die Wohnung aus gesundheitlichen oder hygienischen Gründen geräumt werden muss und der Betroffene nachweislich bedürftig ist. Ein Antrag beim zuständigen Sozialamt ist hier vorab nötig.

Faustregel: Ohne besonderen Grund zahlt niemand außer Ihnen selbst. Mit medizinischer oder sozialer Begründung lohnt sich ein Blick auf Pflegekasse oder Sozialamt, bevor Sie beauftragen.

Wann übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Entrümpelung?

Die Pflegekasse zahlt nicht einfach für eine allgemeine Wohnungsauflösung. Grundlage ist § 40 Abs. 4 SGB XI, der sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen fördert – mit bis zu 4.180 € pro Maßnahme. Eine Entrümpelung fällt nur dann darunter, wenn sie einen klaren Bezug zur Pflege hat, zum Beispiel:

  • Der Rollator oder das Pflegepersonal kommt wegen vollgestellter Räume nicht mehr durch die Wohnung.
  • Übermäßig viele Gegenstände erhöhen akut die Sturzgefahr für die pflegebedürftige Person.
  • Ohne das Freiräumen bestimmter Bereiche wäre häusliche Pflege gar nicht möglich.

Voraussetzung ist immer ein anerkannter Pflegegrad (mindestens Pflegegrad 1). Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Entrümpelung bei der Pflegekasse gestellt werden, inklusive Kostenvoranschlag und einer nachvollziehbaren Begründung, warum die Maßnahme pflegerelevant ist. Wird zuerst entrümpelt und danach der Antrag gestellt, lehnt die Pflegekasse in der Regel ab.

Eine komplette Wohnungsauflösung, etwa weil jemand ins Pflegeheim zieht oder verstorben ist, zählt nicht dazu – das ist keine wohnumfeldverbessernde Maßnahme im Sinne des Gesetzes.

Ein zweiter, oft übersehener Topf ist der monatliche Entlastungsbetrag von 125 € (§ 45b SGB XI), den jeder mit Pflegegrad 1 bis 5 erhält. Er lässt sich für haushaltsnahe Dienstleistungen einsetzen, worunter auch kleinere Aufräum- und Reinigungsarbeiten fallen können – vorausgesetzt, der Anbieter ist als Dienstleister anerkannt.

Haushaltsauflösung nach einem Todesfall: Kosten, Berechtigung, Ablauf

Preislich unterscheidet sich eine Entrümpelung nach einem Todesfall grundsätzlich nicht von einer normalen Wohnungsauflösung – die gleichen Faktoren wie Wohnungsgröße, Befüllungsgrad und Etage bestimmen den Preis. Als Richtwert bei Beauftragung einer Firma gelten 150–400 € pro Zimmer beziehungsweise 15–50 € pro m²; bei einer kompletten Wohnung sind schnell 1.000 bis 3.000 € zusammen. Ein Unterschied besteht oft im Aufwand: Bei einer Haushaltsauflösung nach einem Todesfall müssen häufig auch persönliche Dokumente gesichtet, Wertgegenstände identifiziert und Angehörige eingebunden werden – das treibt bei Komplettservice-Anbietern den Preis eher nach oben als eine reine Sperrmüll-Entsorgung.

Verfügungsberechtigt über den Nachlass sind die Erben. Solange die Erbfolge nicht geklärt ist (Testamentseröffnung, gegebenenfalls Erbschein), sollten Möbel weder entsorgt noch verkauft werden – wer ohne Berechtigung räumt, riskiert juristische Konflikte. Vor der Entsorgung sollten alle wertvollen oder persönlichen Erinnerungsstücke gesichtet und an Angehörige übergeben werden.

Für die Entsorgung größerer Mengen an Möbeln, Matratzen oder Teppichen ist ein Container für Sperrgut die praktischste Lösung: Er wird direkt zum Haus geliefert, bietet ausreichend Platz und wird nach Abschluss wieder abgeholt. Wer die Kosten senken will, räumt selbst (mit Unterstützung von Familie oder Freunden) und mietet nur den Container – das drückt die Kosten meist auf den Container-Festpreis, ohne Personal- und Fahrzeugkosten einer Entrümpelungsfirma. Wer die Kosten trägt und wie sie sich steuerlich auswirken, steht im Abschnitt Wer übernimmt die Kosten.

Wer holt gebrauchte Möbel kostenlos ab?

Gut erhaltene Möbel müssen nicht in den Container – es gibt mehrere kostenlose Abgabemöglichkeiten:

Sozialkaufhäuser und gemeinnützige Organisationen wie das Rote Kreuz, die Caritas oder lokale Möbelbörsen holen funktionsfähige Möbel teilweise kostenlos ab oder nehmen sie zur Selbstabgabe an. Voraussetzung ist in der Regel ein guter Zustand ohne Schimmel oder starke Gebrauchsspuren.

Kleinanzeigenportale wie Kleinanzeigen.de oder nebenan.de ermöglichen eine schnelle Weitergabe an Privatpersonen – oft innerhalb weniger Tage, häufig kostenlos oder gegen kleine Beträge.

Nachbarschaftshilfe und lokale Facebook-Gruppen sind besonders bei kurzfristigen Haushaltsauflösungen eine schnelle Option für gut erhaltene Einzelstücke.

Was nicht mehr spendengeeignet ist – beschädigte, verschmutzte oder stark abgenutzte Möbel – gehört in den Sperrmüllcontainer. Das reduziert das benötigte Containervolumen und damit die Kosten. Weitere Wege stehen in Wohin mit alten Möbeln? Nachhaltige Entsorgung.

Wie hoch sind die Kosten für eine Messie-Entrümpelung?

Messie-Entrümpelungen kosten deutlich mehr als eine normale Wohnungsauflösung. Als Richtwert für eine Firma gelten ca. 1.200–1.700 € für einen Keller (15 m²), ab 4.000 € für eine Wohnung mit 40 m², ab 7.000 € für eine Wohnung mit 100 m² und ca. 8.000–12.000 € für ein Haus mit 6 Zimmern (Tabelle oben). Grund sind der höhere Zeitaufwand, oft notwendige Schutzausrüstung, eine aufwendigere Sortierung (Wertgegenstände, Sondermüll, teils auch verunreinigtes Material) und häufig zusätzliche Grundreinigung im Anschluss.

Der genaue Preis hängt stark vom Einzelfall ab, seriöse Anbieter besichtigen deshalb vor Ort, bevor sie ein Angebot machen. Von Pauschalpreisen ohne Besichtigung sollten Sie bei diesem Thema eher Abstand nehmen.

Auch hier gilt: Wer selbst mit anpackt und nur den Container mietet, spart erheblich. Bei stark vermüllten Wohnungen sollte allerdings vorab geprüft werden, ob Sondermüll (z. B. Elektrogeräte, Chemikalien, Schimmel) anfällt, der separat und fachgerecht entsorgt werden muss. Wer die Messie-Entrümpelung bezahlt, richtet sich nach denselben Regeln wie bei jeder Entrümpelung – siehe Kostenübernahme, zum Beispiel bei nachweislicher Bedürftigkeit über das Sozialamt.

Die häufigsten Fragen zur Entrümpelung

Was darf alles in einen Entrümpelungs-Container?

In einen Entrümpelungs-Container dürfen Haushaltsgegenstände, die zu groß für die Restmülltonne sind: Möbel aller Art, Matratzen, Lattenroste, Teppiche, Küchenzeilen ohne Einbaugeräte, Kleidung, Spielzeug, Koffer, Holzmöbel und Sanitärkeramik wie WC und Waschbecken. Nicht erlaubt sind Elektrogeräte, Bauschutt, Baumischabfall, Farben, Lacke, Chemikalien, Batterien, Asbest, Gasflaschen und Reifen.

Was kostet eine Entrümpelung?

Eine Entrümpelung durch eine Firma kostet meist 150 bis 400 € pro Zimmer, eine komplette Wohnungsauflösung oft 1.000 bis 3.000 €. Wer selbst entrümpelt und einen Container mietet, zahlt ab 279 € für Container, Transport und Entsorgung.

Was kostet ein Container zum Entrümpeln?

Ein Sperrmüllcontainer zum Entrümpeln kostet ab 279 € (3 m³), ab 399 € (5 m³), ab 549 € (7 m³) und ab 749 € (10 m³), jeweils inklusive Anlieferung, Abholung, Entsorgung und 21 Tagen Stellzeit. Fällt zusätzlich Renovierungsabfall an, kostet ein Baumischabfall-Container für leichte Abfälle ab 309 €.

Was kostet eine Entrümpelung für ein ganzes Haus?

Für ein Haus mit 6 Zimmern (ca. 200 m²) liegen die Richtwerte für eine Entrümpelung durch eine Firma bei 2.500 bis 3.000 € bei wenig Sperrmüll und bei 6.000 bis 6.500 € bei viel Sperrmüll. Wer selbst entrümpelt, braucht meist einen Container mit 20 m³, der ab 1.299 € kostet.

Was kostet eine Entrümpelung pro Stunde?

Professionelle Anbieter kalkulieren meist 40 bis 80 € pro Stunde und Person, zusätzlich zu Container, Transport und Entsorgung.

Wie berechnet man eine Entrümpelung?

Firmen kalkulieren nach Fläche in m², Füllgrad, Etage und Zugänglichkeit, Sondermüll-Anteil und dem Wert verwertbarer Gegenstände. Beim Selbst-Entrümpeln zählt vor allem das benötigte Containervolumen.

Was darf eine Entrümpelung kosten – ab wann ist es zu teuer?

Für eine vollständige Wohnungsauflösung durch eine Firma sind Angebote unter 300 € unrealistisch und ein Warnsignal. Seriöse Anbieter kalkulieren nach Besichtigung mit einem schriftlichen Kostenvoranschlag.

Was ist der Unterschied zwischen einer Entrümpelung und einer Haushaltsauflösung?

Eine Entrümpelung räumt einzelne Bereiche wie Keller, Dachboden oder Garage, eine Haushaltsauflösung den kompletten Haushalt. Haushaltsauflösungen werden häufig mit rund 500 bis 800 € pro Zimmer kalkuliert, Entrümpelungen mit 150 bis 400 € pro Zimmer.

Was gehört alles zu einer Entrümpelung?

Vier Schritte: Sichtung der Räume, Sortierung in behalten/verkaufen und entsorgen, Abtransport und – bei Beauftragung einer Firma – die besenreine Übergabe der Räume.

Was wird bei einer Entrümpelung alles mitgenommen?

Mitgenommen wird klassischer Sperrmüll aus dem Haushalt: Möbel, Matratzen, Teppiche, Haushaltsgegenstände, Spielzeug und Koffer. Elektrogeräte, Bauschutt und Sondermüll werden nicht mitgenommen, sondern müssen separat entsorgt werden.

Wer zahlt die Entrümpelung?

In den meisten Fällen zahlen Sie als Auftraggeber selbst. Im Erbfall tragen die Erben die Kosten; bei anerkanntem Pflegegrad kann die Pflegekasse bis zu 4.180 € pro Maßnahme zuschießen, wenn die Entrümpelung pflegerelevant ist und der Antrag vor Beginn gestellt wird. Bei nachweislicher Bedürftigkeit kann das Sozialamt einspringen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Messie-Entrümpelung?

Je nach Objekt reichen die Richtwerte von etwa 1.200 bis 1.700 € für einen Keller (15 m²) bis etwa 8.000 bis 12.000 € für ein Haus mit 6 Zimmern (200 m²). Eine Wohnung mit 40 m² kostet ab 4.000 €, eine mit 100 m² ab 7.000 €.

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